Erinnerungen · Stimmen · persönliche Geschichte

Menschen & Zeitzeugen

Die Dreharbeiten von 1976 sind nicht nur in Filmrollen und Archiven erhalten geblieben, sondern auch in den Erinnerungen der Menschen, die damals dabei waren.

Persönliche Geschichte

Erinnerungen sind historische Quellen

Zeitzeugen können Dinge erzählen, die in Produktionsakten, Presseberichten oder offiziellen Archiven häufig nicht vorkommen.

Wie war die Stimmung am Drehort? Wie lange musste man warten? Wie wurden Kostüme ausgegeben? Was erzählten Schauspieler und Mitarbeiter?

Solche Erinnerungen ergänzen die schriftlichen Quellen um eine persönliche Perspektive.

Fünfzig Jahre später ist es besonders wichtig, diese Erinnerungen jetzt zu sichern.
Ein Beispiel

Werner Schwing aus Frankenhain

Werner Schwing gehörte zu den Menschen aus der Region, die selbst an der Produktion beteiligt waren.

Er war 25 Jahre alt und wirkte als berittener Komparse in der Rolle eines Dragoners mit.

Jahrzehnte später konnte er sich noch an zahlreiche Einzelheiten erinnern: die Kostümanprobe, die Uniform, die Ausstattung des Pferdes, lange Wartezeiten und die eigentlichen Filmaufnahmen.

Solche Berichte machen Filmgeschichte aus der Sicht der Menschen sichtbar, die sonst oft nur kurz im Hintergrund des fertigen Films erscheinen.
Wen wir suchen

Viele unterschiedliche Erinnerungen sind wichtig

Komparsen

Menschen, die als Soldaten, Reiter, Bürger oder andere Figuren vor der Kamera standen.

Zuschauer

Einwohner, die Dreharbeiten beobachteten und sich an Orte oder Szenen erinnern.

Helfer und Beteiligte

Menschen, die organisatorisch, handwerklich oder anderweitig mit der Produktion zu tun hatten.

Familien

Angehörige, in deren Familien Fotos, Geschichten oder Erinnerungsstücke weitergegeben wurden.

Gespräche

Welche Fragen interessieren uns?

Wie kam es dazu?
Wie erfuhren Sie von den Dreharbeiten oder davon, dass Komparsen gesucht wurden?
Wo waren Sie?
An welchem Drehort und an welcher konkreten Stelle haben Sie die Produktion erlebt?
Was trugen Sie?
Erinnern Sie sich an Kostüme, Uniformen oder besondere Ausrüstung?
Wer war dabei?
Erinnern Sie sich an Schauspieler, Regie, Mitarbeiter oder andere Komparsen?
Was blieb hängen?
Welche Szene, welcher Moment oder welches Erlebnis ist Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben?
Gibt es noch Material?
Existieren Fotos, Dias, Filme, Zeitungsausschnitte oder Erinnerungsstücke?
Familienarchive

Auch überlieferte Erinnerungen sind wertvoll

Nicht jeder Mensch, der 1976 beteiligt war, kann heute noch selbst berichten.

Deshalb interessieren uns auch Erinnerungen, die innerhalb von Familien weitergegeben wurden.

Ein Satz wie „Mein Vater war damals als Soldat im Film“ kann der Ausgangspunkt für eine wichtige Recherche sein.

Familienfotos, Notizen oder alte Zeitungsausschnitte können helfen, solche Erinnerungen zu überprüfen und genauer einzuordnen.
Wichtig

Originale bleiben bei den Eigentümern

Für die Dokumentation müssen private Fotos, Dokumente oder Erinnerungsstücke nicht dauerhaft abgegeben werden.

In vielen Fällen reicht es, das Material zu digitalisieren, zu fotografieren oder einzuscannen.

Die Originale können selbstverständlich bei ihren Eigentümern bleiben.

Rechte und Veröffentlichung

Wir veröffentlichen nicht einfach alles

Private Fotos und Dokumente werden nicht automatisch veröffentlicht, nur weil sie für die Recherche zur Verfügung gestellt wurden.

Vor einer Veröffentlichung müssen Nutzungsrechte, Persönlichkeitsrechte und die gewünschte Form der Verwendung geklärt werden.

Recherchematerial und veröffentlichtes Material werden deshalb klar voneinander unterschieden.
Klare Trennung

Echte Erinnerungen bleiben echte Erinnerungen

Zeitzeugenberichte haben innerhalb dieses Projekts einen besonderen Stellenwert.

Wenn ein Mensch persönlich von seinen Erlebnissen aus dem Jahr 1976 berichtet, wird dieser Bericht auch eindeutig als persönliches Zeitzeugnis gekennzeichnet.

Historische Erklärungen, Rekonstruktionen oder moderne Vermittlungsformen werden davon klar getrennt.

Niemand soll eine moderne historische Darstellung mit einem echten Zeitzeugenbericht verwechseln.
Forschungsstand

Was bereits vorhanden ist

Vorhanden
Erste dokumentierte Erinnerungen von Menschen, die selbst an den Dreharbeiten beteiligt waren.
Dokumentiert
Werner Schwing berichtet über seine Mitwirkung als berittener Komparse.
Gesucht
Weitere Komparsen, Zuschauer und Beteiligte aus allen Drehorten.
Gesucht
Private Fotos, Dias, Filme, Dokumente und Erinnerungsstücke.
Zeitzeugenaufruf

Waren Sie 1976 dabei?

Haben Sie die Dreharbeiten erlebt, selbst mitgewirkt oder kennen Sie jemanden, der damals beteiligt war?

Vielleicht besitzen Sie auch Fotos, Dias, Super-8-Filme, Zeitungsausschnitte oder andere Erinnerungsstücke.

Dann helfen Sie uns, diese Erinnerungen zu bewahren.

Gerhard Reidt
Projektleitung
Arbeitskreis Festung Ziegenhain e.V.

Memories · Voices · Personal history

People & Eyewitnesses

The filming of 1976 survives not only in archives and film material, but also in the memories of the people who were there.

Personal history

Memories are historical sources

Eyewitnesses can describe things that are often absent from production files, press reports and official archives.

What was the atmosphere like? How long did people wait? How were costumes distributed? What did actors and crew members say?

Such memories add a personal perspective to the written sources.

Fifty years later, preserving these memories has become especially important.
One example

Werner Schwing from Frankenhain

Werner Schwing was one of the local people directly involved in the production.

He was 25 years old and appeared as a mounted extra in the role of a dragoon.

Decades later, he still remembered costume fittings, the uniform, the horse’s equipment, long waiting periods and the filming itself.

Accounts such as his show film history from the perspective of people who may only appear briefly in the background of the finished production.
Who we are looking for

Many different memories matter

Extras

People who appeared as soldiers, riders, townspeople or other figures.

Spectators

Local residents who watched the filming and remember particular places or scenes.

Helpers and participants

People who were involved organisationally, technically or in other ways.

Families

Relatives whose families preserved photographs, stories or memorabilia.

Interviews

What would we like to know?

How did it begin?
How did you hear about the filming or the search for extras?
Where were you?
At which filming location and at which precise place did you experience the production?
What did you wear?
Do you remember costumes, uniforms or unusual equipment?
Who was there?
Do you remember actors, crew members, directors or other extras?
What stayed with you?
Which scene, moment or experience has remained most vivid?
Does material still exist?
Are there photographs, slides, films, newspaper cuttings or memorabilia?
Family archives

Memories passed down through families are valuable too

Not everyone who was involved in 1976 is still able to tell their story personally.

We are therefore also interested in memories passed down within families.

A statement such as “My father was a soldier in the film” can be the starting point for important historical research.

Family photographs, notes and old press cuttings can help verify and contextualise such memories.
Important

Original material stays with its owners

Private photographs, documents and memorabilia do not have to be permanently donated to take part in this project.

In many cases, it is sufficient to digitise, photograph or scan the material.

The originals can of course remain with their owners.

Rights and publication

Research material is not automatically published

Private photographs and documents are not published automatically simply because they have been made available for research.

Before publication, usage rights, personality rights and the intended form of use must be clarified.

Research material and published material are therefore clearly distinguished.
A clear distinction

Genuine memories remain genuine memories

Eyewitness accounts have a special status within this project.

When a person speaks directly about their own experiences in 1976, the account is clearly identified as personal testimony.

Historical explanations, reconstructions and modern forms of interpretation are kept separate.

A modern historical presentation should never be confused with a genuine eyewitness account.
Research status

What is already available

Available
Initial documented memories from people directly involved in the filming.
Documented
Werner Schwing has described his experience as a mounted extra.
Wanted
Further extras, spectators and participants from all filming locations.
Wanted
Private photographs, slides, films, documents and memorabilia.
Eyewitness appeal

Were you there in 1976?

Did you witness the filming, take part yourself, or do you know someone who was involved?

You may also have photographs, slides, Super 8 films, newspaper cuttings or other memorabilia.

Help us preserve these memories.

Gerhard Reidt
Project manager
Arbeitskreis Festung Ziegenhain e.V.

Souvenirs · Voix · Histoire personnelle

Personnes & témoins

Le tournage de 1976 n’est pas seulement conservé dans les archives et les films, mais aussi dans les souvenirs des personnes qui étaient présentes.

Histoire personnelle

Les souvenirs sont aussi des sources historiques

Les témoins peuvent raconter des choses que l’on ne trouve souvent ni dans les dossiers de production, ni dans la presse, ni dans les archives officielles.

Quelle était l’ambiance ? Combien de temps fallait-il attendre ? Comment les costumes étaient-ils distribués ? Que racontaient les acteurs et les techniciens ?

Ces souvenirs ajoutent une perspective personnelle aux sources écrites.

Cinquante ans plus tard, il est particulièrement important de préserver ces témoignages maintenant.
Un exemple

Werner Schwing de Frankenhain

Werner Schwing faisait partie des habitants de la région directement impliqués dans la production.

Il avait 25 ans et participa comme figurant à cheval, dans le rôle d’un dragon.

Des décennies plus tard, il se souvenait encore de l’essayage du costume, de l’uniforme, de l’équipement du cheval, des longues attentes et des prises de vues.

De tels récits montrent l’histoire du film du point de vue de personnes que l’on n’aperçoit parfois que quelques secondes à l’écran.
Qui recherchons-nous ?

De nombreux types de souvenirs sont précieux

Figurants

Personnes ayant joué des soldats, cavaliers, habitants ou autres personnages.

Spectateurs

Habitants ayant observé le tournage et se souvenant de lieux ou de scènes.

Aides et participants

Personnes ayant participé à l’organisation, à la technique ou à d’autres tâches.

Familles

Familles ayant conservé des photographies, récits ou objets souvenirs.

Entretiens

Qu’aimerions-nous savoir ?

Comment cela a-t-il commencé ?
Comment avez-vous appris l’existence du tournage ou la recherche de figurants ?
Où étiez-vous ?
Sur quel lieu de tournage et à quel endroit précis avez-vous vécu la production ?
Que portiez-vous ?
Vous souvenez-vous des costumes, uniformes ou équipements particuliers ?
Qui était présent ?
Vous souvenez-vous d’acteurs, de techniciens, de membres de l’équipe ou d’autres figurants ?
Quel souvenir est resté ?
Quelle scène, quel moment ou quelle expérience vous a le plus marqué ?
Existe-t-il encore des documents ?
Photographies, diapositives, films, coupures de presse ou objets souvenirs ?
Archives familiales

Les souvenirs transmis par les familles sont également précieux

Toutes les personnes ayant participé en 1976 ne peuvent plus aujourd’hui raconter elles-mêmes leur histoire.

C’est pourquoi nous nous intéressons aussi aux souvenirs transmis au sein des familles.

Une phrase telle que « Mon père jouait un soldat dans le film » peut être le point de départ d’une recherche importante.

Photos de famille, notes et anciennes coupures de presse peuvent permettre de vérifier et préciser ces souvenirs.
Important

Les originaux restent chez leurs propriétaires

Les photographies privées, documents et objets souvenirs n’ont pas besoin d’être remis définitivement pour participer au projet.

Dans de nombreux cas, il suffit de numériser, photographier ou scanner le matériel.

Les originaux peuvent naturellement rester chez leurs propriétaires.

Droits et publication

Tout document de recherche n’est pas automatiquement publié

Les photographies privées et les documents ne sont pas automatiquement publiés simplement parce qu’ils ont été mis à disposition pour la recherche.

Avant toute publication, les droits d’utilisation, les droits de la personnalité et la forme souhaitée de publication doivent être clarifiés.

Les documents de recherche et les documents publiés sont donc clairement distingués.
Une distinction claire

Un véritable témoignage reste un véritable témoignage

Les témoignages personnels occupent une place particulière dans ce projet.

Lorsqu’une personne raconte directement ce qu’elle a vécu en 1976, son récit est clairement présenté comme un témoignage personnel.

Les explications historiques, reconstitutions et formes modernes de médiation restent clairement séparées.

Une reconstitution moderne ne doit jamais être confondue avec le témoignage d’une personne ayant réellement vécu les événements.
État de la recherche

Ce qui est déjà disponible

Disponible
Premiers souvenirs documentés de personnes directement impliquées dans le tournage.
Documenté
Werner Schwing a raconté son expérience comme figurant à cheval.
Recherché
Autres figurants, spectateurs et participants de tous les lieux de tournage.
Recherché
Photographies privées, diapositives, films, documents et objets souvenirs.
Appel à témoins

Étiez-vous présent en 1976 ?

Avez-vous assisté au tournage, participé vous-même ou connaissez-vous quelqu’un qui était impliqué ?

Vous possédez peut-être encore des photographies, diapositives, films Super 8, coupures de presse ou autres souvenirs.

Aidez-nous à préserver ces souvenirs.

Gerhard Reidt
Responsable du projet
Arbeitskreis Festung Ziegenhain e.V.

Frag Seume
Frag Seume
Der digitale Begleiter zu Ziegenhain, 1776 und den Hessen in Amerika

Frag Seume

Guten Tag! Ich bin dein digitaler Begleiter durch die Geschichte rund um Ziegenhain, 1776 und die Hessen in Amerika. Mein Name erinnert an Johann Gottfried Seume – der echte Seume musste seinen Weg über Ziegenhain und den Atlantik deutlich unbequemer antreten. Was möchtest du wissen?

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